Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

Festtag für die Oberlandgemeinde Marktleugast: Mit der Einweihung des Radonplatzes hat der Markt eine neue Ortsmitte

Zur offiziellen Freigabe des neuen Radonplatzes in der Ortsmitte von Marktleugast durfte Bürgermeister Franz Uome (am Rednerpult) viele Ehrengäste sowie Bürgerinnen und Bürger willkommen heißen.

Die Einweihung des Radonplatzes wurde auch von den Bürgerinnen und Bürgern gut besucht.

Die kirchliche Weihe des Radonplatzes erfolgte durch Pfarrer Hans-Jürgen Müller (links) und Pater Adrian Manderla (rechts).

Der Vorstand der Sparkasse Kulmbach-Kronach, Harry Weiß (rechts), überreichte Bürgermeister Franz Uome (links) eine Spende in Höhe von 500 Euro.

An der E-Bike-Tankstelle auf dem Radonplatz übergab Kommunalbetreuer Christian Ziegler vom Bayernwerk, im Rahmen der offiziellen Einweihung, ein Elektrofahrrad an Bürgermeister Franz Uome. Im Bild (von links) Christian Vogler von der Firma N-ERGIE, Bürgermeister Franz Uome, stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann, Klimaschutzmanagerin Ingrid Flieger und Christian Ziegler vom Bayernwerk.

Festredner sind voll des Lobes/ Man kann hier parken, tanken und auftanken

Mittwoch, der 31. Mai 2017, wird mit der Einweihung des wunderschön gestalteten Radonplatzes in die Geschichte der Marktgemeinde Marktleugast eingehen. "Mit diesem Platz haben wir eine deutliche Aufwertung unseres Ortskerns erreicht. Es sind viele Verweilmöglichkeiten, die Förderung der E-Mobilität und vor allem geordnete Parkverhältnisse in einem modernen Umfeld geschaffen worden", blickte Bürgermeister Franz Uome zufrieden auf die neue Ortsmitte und freute sich über den guten Besuch des Festes. Er wünschte der Bevölkerung, den Gästen und Besuchern viel Freude am neuen "Radonplatz" und bedankte sich nochmals bei den zuständigen Behörden und Personen für ihre Mitarbeit.

Die kirchliche Weihe nahmen zusammen Pater Adrian Manderla und Pfarrer Hans-Jürgen Müller vor. Adrian dankte dem Herrgott für den guten Abschluss des gelungenen Projektes und zeigte sich überzeugt: "Es wird ein Ort der Begegnung, Freunde und Verbundenheit!" Sein Kollege Hans-Jürgen Müller sagte: "Hier ist Platz für Kontakte. Es wird bald ein beliebter Ausgangspunkt für Radtouren, Spaziergänge und Wanderungen sein."

"In und für den Markt Marktleugast, eine wichtige Gemeinde des Landkreises Kulmbach, ist eine neue gefällige Ortsmitte geschaffen und zukunftsfähig angelegt. Ich gratuliere den Verantwortlichen und Bürgern zu dem gelungenen Werk", betonte der stellvertretende Landrat Jörg Kunstmann. Er schaute auf einen herrlichen Tag für die Gemeinde. Das Areal sei für die Zukunft gedacht und die Kommune tue etwas für die Umwelt und Energieeinsparung. Kunstmann freute sich, dass hier gleich mehrere E-Tankstellen für PKW's und E-Bikes zentral mit errichtet wurden. Um eine Erhöhung der E-Fahrzeuge zu erreichen, sei der gezielte Aufbau einer Infrastruktur auch im ländlichen Raum für E-Ladesäulen notwendig. Gemeinsam mit dem Partner N-ERGIE habe der Landkreis für seine Städte und Gemeinden ein Modellprojekt zur Errichtung weiterer initiiert.

Architektin Gisela Fanck-Reiter stieg auf die Überlegungen zur Entwicklung und Gestaltung des Platzes ein. Hier können Menschen parken, tanken und auftanken. Der neue Radonplatz wirke als Ganzes. Sie hoffe und erwarte, dass sich die Marktleugaster mit diesem Platz arrangieren und identifizieren. Dazu gehöre auch die ansprechende Begrünung mit überschaubarer Pflege.

Christian Vogler von der Firma N-ERGIE sah in den E-Tankstellen eine Chance der Nutzung von Ökostrom. Es werde flächendeckend eine einheitliche Infrastruktur errichtet und Vogler bedankte sich, dass dies hier geschaffen werden durfte.

Vorstand Harry Weiß überreichte Bürgermeister Franz Uome eine Spende in Höhe von 500 Euro und freute sich, dass Menschen, die hier zusammenkommen, digitale Medien nutzen können.

Der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Oberland, Ralph Goller kündigte an, dass auch sie gerne einen Geldbetrag beisteuern werden.

Auch die Sonne meinte es am Mittwochnachmittag gut mit den Marktleugastern und ihren Ehrengästen, denen der neue Radonplatz gefiel. Auch die sehr zahlreich gekommenen Bürgerinnen und Bürgern nahmen gerne an den weißgedeckten Tischen Platz. Neben den vielen guten Wünschen gab es auch Getränke und Bratwürste. Das neue Areal inmitten des Marktes Marktleugast empfahl sich mit der gelungenen Auftakt- und Einweihungsveranstaltung gleich für weitere Feste und Aktivitäten.

Vorgeschichte und Chronik des Geschehens um den Radonplatz

Bürgermeister Franz Uome ließ es sich auch nicht nehmen, auf die Vorgeschichte des neuen Radonplatzes in der Mitte Marktleugasts einzugehen. Nach dem Abriss des ehemaligen Rathauses der VG Marktleugast im August 2011 wurde das Grundstück lediglich provisorisch geschottert und als Parkfläche benutzt. Es war mitunter chaotisch geparkt worden, mal längs, mal quer, und auch die Ausfahrt zur Weststraße wurde zeitweise zugestellt. Sogar der Gehsteig zur Staatsstraße wurde als Parkfläche benutzt. 2015, nach zahlreichen Gesprächen mit der Regierung von Oberfranken (Städtebauförderung), wurde die Entscheidung getroffen, den Platz neu zu gestalten.

Nach einem Architektenwettbewerb hat sich der Marktgemeinderat für die jetzige Gestaltungsvariante entschieden. Folgendes sollte in die Planungen einfließen:

Vorrangig war eine Nutzung als Parkplatzfläche geplant. Die Konzipierung sollte ein problemloses Ein- und Ausfahren zur Weststraße gewährleisten. Die vorhandenen, verschiedenen Pflasterungen bzw. Untergründe sollten verschwinden und selbstverständlich künftig einheitlich gestaltet werden, jedoch aber so, dass ein eindeutiges Erkennen der Parkflächen möglich ist. Die gesamte Fläche sollte durch kleinwüchsige Bepflanzung und Berankung aufgelockert werden. Der Platz sollte barrierefrei sein und die Neuausrichtung der Beleuchtung in LED. Eine LED-Infosäule mit Zeit-/Temperatur- und Datumsanzeige sowie mit BayernWLAN ausgestattet (Hotspot) sollte einen Platz finden.

Eine Doppel-Informationstafel für amtliche Mitteilungen, Vereins- und kirchliche Nachrichten aufgestellt werden. Das bestehende Buswartehaus sollte nicht mehr weiter verwendet werden. Ein zeitgemäßer Vorschlag unter Berücksichtigung der besonderen Lage im Ort war Vorgabe. Auch der Standort wurde neu festgelegt. Ein Fahrradständer sollte ebenfalls mit aufgestellt werden.

Im Oktober 2015 wurde der Auftrag zur Planung und Kostenermittlung vergeben. Aus dem Gemeinderat wurde bereits zu diesem Zeitpunkt angeregt, die Möglichkeit zu prüfen, eine Stromtankstelle für Autos vorzusehen. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Kulmbach, der Klimaschutzmanagerin Frau Ingrid Flieger, und der Firma N-ERGIE aus Nürnberg, konnte auch dies mit in die städtebauliche Maßnahme aufgenommen und durch die Regierung von Oberfranken gefördert werden. Der Markt Marktleugast wurde als sogenannte Pilotkommune des "Ladeverbundes Franken+" aufgenommen und der Weg für eine PKW-Stromtankstelle war frei. Der Ladestrom für die Bevölkerung ist kostenlos.

In den nächsten Monaten wurde der Entwurf des Architekten aus Wunsiedel verschiedensten behördlichen Stellen vorgelegt. Unter anderem wurden das Straßenbauamt Bayreuth, Herr Alexander Lauer, aufgrund der Nähe zur Staatsstraße, der Behindertenbeauftragte des Landkreises Kulmbach, Herr Dr. Dieter Weiss, und die Regierung von Oberfranken, Frau Ingrid Schreiner, um Stellungnahmen gebeten, welche dann in das Gestaltungskonzept eingearbeitet wurden. Auch der Wunsch nach der E-Tankstelle für PKW und zusätzlich für Fahrräder wurde berücksichtigt. Zwischenzeitlich wurde der bereits oftmals verwendete Platzname "Radonplatz" im Marktgemeinderat beschlossen. Ab Mai 2016 übernahm Frau Gisela Fanck-Reiter, Inhaberin des Büros Stadt-Land-Fanck aus Tirschenreuth, die weitere Planung und Ausführung der Baumaßnahme.

Zeitgleich entschied sich der Marktgemeinderat, eine Parkfläche am gegenüberliegenden Anwesen der Kulmbacher Straße 7 herzustellen, um während der Bauzeit notwendige Parkmöglichkeiten zu schaffen. So entstanden kurzfristig weitere 12 Parkplätze, die auch nach Fertigstellung des Radonplatzes weiter genutzt werden können.

Der endgültige Startschuss zum Baubeginn des Radonplatzes fiel im August 2016, nachdem alle Forderungen an die Gestaltung, Ausstattung und Beschaffenheit erfüllt waren. Mit dem eigentlichen Bau wurde am 10.10.2016 begonnen. Ziel war es, die Hauptparkfläche und auch die raumkantenbildenden Holztore noch vor Weihnachten fertig zu stellen, was dank der hervorragenden Arbeit der Firma STS aus Stadtsteinach, der Firma Elektro Nixdorf und der Zimmerei Josef Meisel, beide aus Marktleugast, auch super gelang.

Der städtebaulich bedeutende und von allen Seiten einsehbare Platz erhielt einen "Rahmen" durch die Schaffung von Raumkanten, einerseits zum rückseitigen privaten Grundstück, andererseits zur Kulmbacher Straße.

1. Das modern ansprechende Buswartehäuschen mit verglasten Seitenwänden und einem Glasdach.

2. Die Informationstafel mit Ortshinweisen, Vereinsnachrichten und kommunalen Mitteilungen.

3. Ein WLAN "HotSpot" mit überdachter Sitzgelegenheit.

4. Mehrere Fahrradstellplätze mit E-Bike-Ladesäule.

5. Eine LED-Anzeige (Zeit, Datum, Temperatur) mit Gemeindewappen und dem Platznamen.

6. Und ebenfalls bepflanzte Rankhilfen als Grünelemente.

Auf dem Radonplatz stehen nun 10 Stellplätze und ein behindertengerechter Stellplatz zur Verfügung. An den beiden nördlichen Stellplätzen wurde die beschriebene E-Tankstelle eingerichtet, die von zwei Fahrzeugen gleichzeitig genutzt werden kann.

Der Bereich der Bushaltestelle und auch die übrigen Verkehrsflächen wurden barrierefrei gebaut. Der Parkplatz mit Fahrspur wurde mit Betonpflasterbelag und Graniteinzeilern ausgeführt.

Der Gehweg entlang der Kulmbacher Straße mündet in den Platz. Dies bedeutet eine Verbesserung der Sicherheit für die Fußgänger und einer angenehmen Verweilqualität im Ortszentrum. Wesentlicher Aspekt der Planung war, einen multifunktionalen Mittelpunkt in Marktleugast zu schaffen, der für Besucher Informationen bereit hält, mit den oben beschriebenen Ausstattungselementen zur Belebung im öffentlichen Raum beitragen soll, und die Anbindung an die Marktstraße ebenfalls mit herstellt.

Nachdem die Pflanzarbeiten durch die Firma RESO aus Stadtsteinach ausgeführt und die Infostele der Firma Dicolor aus Leipzig aufgestellt wurde, wurde der Radonplatz Anfang Mai freigegeben.