Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

3. Tag der Partnerschaft: Großer Festakt in der Dreifachsporthalle

Bürgermeister Gabor Pénzes ist jetzt Ehrenbürger der Gemeinde / Gyula Marlok mit der Silbernen Bürgermedaille ausgezeichnet / Ehrenschild des Marktes Marktleugast für Georg Bauer

Marktleugast Mit einem großen Festakt feierte am Freitagabend in der mit 400 Gästen gutgefüllten Dreifachsporthalle der Markt Marktleugast und die ungarische Gemeinde Pilisszentiván am Freitagabend das 25-jährige Jubiläum der Partnerschaftsunterzeichnung. Alle Redner lobten die lebendige Verbindung als beispielgebend auf dem Weg in das sich einigende Europa. In Anerkennung und Würdigung seiner großen Verdienste um die Gemeindepartnerschaft zwischen Marktleugast und Pilisszentiván ernannte Bürgermeister Franz Uome seinen ungarischen Kollegen Gabor Pénzes zum Ehrenbürger der Oberlandgemeinde

Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde

Dem zweiten Pilisszentiván Bürgermeister Gyula Marlok verlieh Uome für seine außerordentlichen Verdienste um diese gutfunktionierende Verbindung die Silberne Bürgermedaille des Marktes Marktleugast am weißblauen Band. Mit der Überreichung des Ehrentellers der Marktgemeinde dankte der Bürgermeister im Namen aller dem Initiator, Gründer und Vater der Partnerschaft, Georg Bauer von ganzen Herzen für außerordentliches Engagement in den letzten drei Jahrzehnten.

„Einen Geburtstag feiert man im Kreise der Familie und unter Freunden. Der 25. Geburtstag der Partnerschaft zwischen dem oberfränkischen Marktleugast und ungarischen Pilisszentiván ist ein einzigartiges Fest, dass wir in diesen Tagen gebührend feiern. Seit der Unterzeichnung der Verbindung am 16. Juni 1989 ist eine, Ehe‘ entstanden, die unverändert lebendig ist und unsere beiden Nationen freundschaftlich verbindet“, betonte Bürgermeister Franz Uome. Die Idee der Partnerschaft werde auf beiden Seiten von den Bürgerinnen und Bürgern getragen, die sich in besonderer Weise verbunden fühlen und immer wieder bereit sind, sich für die Idee zu begeistern und sie mit Leben zu erfüllen. Vielfältig seien inzwischen die Kontakte geworden, ob bei den Musikkapellen, den Gesangvereinen und Chören sowie den Feuerwehren und Fußballern. „Gerade die Musik ist ein besonderes Bindeglied zwischen den Gemeinden. Aber auch die Jugend ist ein wichtiges Element der freundschaftlichen Verbundenheit und hat bereits des Öfteren, wie durch Zeltlager, Begegnungen und Erfahrungsaustausch Impulse zur Weiterentwicklung der gegenseitigen Beziehungen geben können“, unterstrich Uome.

Das Marktleugaster Gemeindeoberhaupt erachtete es als sehr wichtig, dass die Bürgermeister und Räte sich auch weiterhin voll hinter den Geist der Partnerschaft stellen, die ursprüngliche Idee der Gründerväter weiter tragen sowie mit gegenseitigen Anregungen und respektvollem Umgang miteinander diese wichtige Verbindung aufrechterhalten und ausbauen. Franz Uome zeigte sich gegenüber Vielen dankbar, die in beiden Kommunen über lange Jahre für eine gute Gastfreundschaft und die Partnerschaft mit hohem persönlichem Engagement gearbeitet haben. Untrennbar sei diese umfang- und erfolgreiche Partnerschaft mit den Personen Georg Bauer, Manfred Huhs, Gabor Pénzes, Gyula Marlok und Altlandrat Herbert Hofmann verbunden.

„Wir müssen es schaffen, in beiden Kommunen die jüngeren Menschen zu begeistern und an die Aufgaben heranzuführen. Sie stehen zukünftig in der Verantwortung anzunehmen und sind die Hoffnungsträger für eine friedliche Zukunft in Europa“, betonte Marktleugasts Bürgermeister. Er sprach sich für Austausche auf den Ebenen der Kindergärten, Grund- und Mittelschule aus, in die die Pädagogen mit eingebunden werden. Weiter zu vertiefen, zu erweitern und auf eine breitere Basis zu stellen gelte es die Beziehungen auf Vereinsebene. Auch könnte sich Uome gut vorstellen, dass sich Vertreter der Betriebe und Handwerker zu regelmäßigem Gedanken- und Erfahrungsaustausch treffen. Ein Dankeschön richtete er an alle, die die sechs Feiertage mit geplant, organisiert und durchgeführt haben.

Pilisszentiván Bürgermeister Gabor Pénzes zollte den Ehepaaren Elisabeth und Georg Bauer sowie Hannelore und Manfred Huhs ein großes Lob, die die, Ehe‘ in den 25 Jahren maßgeblich mit Leben erfüllten. Jetzt dürfe in Marktleugast Silberhochzeit gefeiert werden. Pénzes schaute auf ein erfolgreiches Vierteljahrhundert und betonte, dass beide Seiten daran arbeiten diese Partnerschaft harmonisch zur Goldenen Hochzeit zu führten. Heute laufe alles ohne Grenzen und Hindernisse. Man ist sich näher gekommen im europäischen Geist, gebaut in Frieden und Freundschaft. Dank zollte Pénzes den Familien der Gründerväter, die das Werk unterstützten und ihren den Rücken freihielten, um am Gelingen der eingegangen Verbindung zu arbeiten. Auch Sankt Iwans Gemeindeoberhaupt liegt es am Herzen den Status quo zur Fortführung an die Jugend weiterzugeben. Gabor Pénzes zeigte sich in Marktleugast glücklich, dass er ein Vierteljahrhundert für diese Partnerschaft arbeiten durfte und wünschte der Verbindung alles Gute für die nächsten 25 Jahre.

„Diese Partnerschaft ist zu einer Freundschaft geworden, sie ist gereift und lebt. Nun gehört es sich sie in eine gute Zukunft zu stellen, um die großartige Initiative von Georg Bauer weiterzuführen“, sagte Landrat Klaus Peter Söllner. Er sah in dieser Verbindung einen kleinen Mosaikstein auf dem guten Weg ins vereinte Europa. Auch der Landkreis Kulmbach haben gerne seinen unterstützenden Teil dazu beigetragen die Partnerschaft zwischen Marktleugast und Pilisszentiván ins Leben zu rücken. Dieses auch mit von den Bürgermeistern Manfred Huhs, Norbert Volk und Franz Uome gebaute Erfolgsmodell gelte es nun zusammen weiter nach vorne zu bringen und gemeinsam zu leben, betonte Söllner. Er überbrachte den Versammelten auch die Grüße des aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Altlandrates Herbert Hofmann.

Der stellvertretende Staatssekretär des ungarischen Ministeriums für Äußeres und Außenwirtschaft, Dr. Szabo Dezsö lobte das gute Geschick in der harmonischen Umsetzung dieser nun 25 Jahre bestehenden Partnerschaft und gratulierte beiden Gemeinden dazu. Sie werde getragen von Gemeinsamkeit, Vielfalt und Beständigkeit. Es waren die kulturellen Beziehungen, die Brücken bauten, um in einem Europa der Regionen zusammen zu rücken. Alle lebten heute im Miteinander, wie es zuvor nicht möglich war. Dezsö betonte, dass die städtischen und gemeindlichen Verbindungen ihren Anteil am sich einenden Europa haben. „Es waren damals die Bürger von Marktleugast, die die Partnerschaft anboten und die Deutschstämmigen in Pilisszentiván haben sie mit aufgebaut. Wichtig ist weiterhin, dass die Impulse aus der Bevölkerung kommen.

„Vor 27 Jahren war die Zeit reif für den Versuch reif diese Verbindung zwischen Deutschland und Ungarn auf den Weg zu bringen. Durch die Unterstützung vom damaligen Landrat Herbert Hofmann und Bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß ging 1988 ein Traum in Erfüllung“, sagte der Initiator Georg Bauer. Er bedankte sich bei seiner Gattin Elisabeth und den Kindern für die Unterstützung und das Verständnis stets für die Partnerschaft zu arbeiten und da zu sein. Ein Dankeschön richtete Bauer zudem an die beiden Gemeinderäte mit Manfred Huhs und Gabor Pénzes an der Spitze, die Landräte Herbert Hofmann und Klaus Peter Söllner sowie die Familien Neubrandt und Marlok für das stets vertrauensvolle Miteinander. „Ich selbst, werte Festgäste, möchte mich nunmehr nach all den Jahren aus dem operativen Wirken für die Verbindung wegen meines Alters zurückziehen und an die Jugend appellieren Verantwortung zu übernehmen, damit diese Partnerschaft noch lange bestehen bleibt“, sagte Georg Bauer mit bewegter Stimme. Wehmut klang mit und der Redner hatte Tränen in den Augen. Anerkennender, tosender Applaus der 400 Versammelten war hohe Anerkennung für die große Leistung Bauers, dem Architekten dieser innigen Partnerschaft zwischen den Oberfranken und Pilisszentivanern.

Marktleugasts Altbürgermeister Manfred Huhs freute sich diese Festtage mitfeiern zu dürfen. Unvergessen sind ihm und seiner Hannelore die vielen Ereignisse, schönen Erlebnisse, guten anhaltenden Freundschaften und das stete Miteinander bei den gegenseitigen Besuchen. „Wenn wir zurückblicken, dann ist diese Partnerschaft ein großer Gewinn für uns alle. Sie ist völkerverbindet, lebendig, wird gelebt und erlebt. Das Bestreben dort zu helfen, wo Hilfe willkommen ist und dankbar angenommen wird, wurde eindrucksvoll bei unseren Besuchen belohnt“, sagte Huhs. Der große Initiator Georg Bauer und sein unermüdliches Wirken war der Motor der Partnerschaft. Der Altbürgermeister betonte, dass es auch in Zukunft viele starke Bürgerinnen und Bürger in beiden Kommunen brauche, diese Verbindung weiterhin leuchten zu lassen und auch die einst trennende Vergangenheit nicht zu vergessen. Manfred Huhs hoffte auf ein weiteres gutes Miteinander in Freundschaft, nicht nur in guten Zeiten und betonte: „Das Fundament ist vorhaben. Es lebe die Partnerschaft!“ Der Redner richtete die Bitte an die anwesende bayerische Landtagsvizepräsidentin Inge Aures in München dafür zu sorgen, dass auch der Freistaat einige Euro für diese beispielgebende Partnerschaft gibt.
Musikalisch umrahmte der Musikverein in gekonnter Manier mit dem „Florentiner Marsch“, „Großen Kurfürstenmarsch“ und den „Jubelklängen“ den Festakt in der herrlich geschmückten Dreifachsporthalle. Der Gemischte Chor aus Pilisszentiván steuerte gesanglich die Ungarische, Deutschland- und Europahymne bei. Durch das Abendprogramm führte locker Hans-Georg Busch. Bürgermeister Franz Uome heftete zur Feier des Tages Fahnenbänder an die Standarten des Musikvereins, Chores, Rentnervereins, der Pfadfinder, Tanzgruppe und Feuerwehr Pilisszentiván. Sein Kollege Gabor Pénzes revanchierte sich mit Fahnenbändern für den Musikverein, Ring- und Stemm-Club, Fußball-Club, Turnverein sowie die Schützengesellschaft und Feuerwehr Marktleugast. Ausgetauscht wurden von beiden Seiten viele Gastgeschenke. Noch lange saßen die Gäste und Partner in gemütlicher Runde beisammen und feierten bei der Unterhaltungsmusik der Marktleugaster Kapelle in den Samstag hinein.