Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

20-jähriges Patenschafts-Bestehen wurde in Pilisszentiván/Ungarn gebührend gefeiert

Erlebnisreiche Tage in Ungarn

Ein Teil der Marktleugaster Reisegruppe nach der Besichtigung des Parlaments in Budapest.

Trachten und Tanzgruppe beim Umzug zum Sankt-Ivaner-Tag.

Gemeinsam marschieren die Pilisszentivaner und Marktleugaster Feuerwehren im Umzug zum Sankt-Ivaner-Tag.

Gemeinsames Konzert des gemischten Chores Pilisszentiván und dem Musikverein Marktleugast.

Das 20-jährige Bestehen der Patenschaft zwischen dem Pilisszentivaner Chor und dem Musikverein Marktleugast war Anlass genug, dass sich die Oberlandmusiker mit einem vollbesetzten Omnibus am vergangenen Donnerstag auf dem Weg in die ungarische Partnerkommune machten, um dieses Ereignis mit einem gemeinsamen begeisternden Konzert gebührend zu würdigen.

„Pate zu sein, heißt für einander da zu sein, zueinander stehen, miteinander gestalten und zusammenarbeiten. Diese Patenschaft, die 1994 gegründet und 1995 in Marktleugast zum 100-jährigen Bestehen unseres Musikvereins besiegelt und erschaffen wurde, steht auf zwei tragfesten Säulen“, betonte Vorsitzender Georg Purucker und sagte weiter: Seit der Gründung haben sich der Chor Pilisszentivan und der Musikverein Marktleugast in den 20 Jahren seither viele Male gegenseitig besucht. Ich denke hier ganz besonders an die vielen herrlichen Ausflüge, die gemeinsam unternommen wurden und auch viel Freude bereiteten. Oder auch an die gemeinsamen Auftritte und Konzerte wie heute, die immer ein Highlight darstellten.

Was Georg Purucker nicht unerwähnt ließ waren die Initiatoren oder Architekten, die diese Patenschaft aus der Taufe hoben. Diese gaben immer ihr Bestes, die Zusammenkünfte zu planen und auszugestalten. Ohne das Zutun und den persönlichen Einsatz der beiden Bürgermeister Gabor Penzes und Manfred Huhs sowie der Verantwortlichen Georg Bauer, Franz Neubrandt, Rüdiger Hübschmann, Hans-Georg Busch, Raimund Schramm, Paul Schramm und Heinrich Rauh hätte es diese gutfunktionierende Patenschaft nicht gegeben. Sie gaben immer wieder die Richtung vor und erfüllten die Verbindung mit Leben. „Das heutige Konzert ist wiederum ein Beweis, dass die Patenschaft gut gefestigt ist. Zudem geht heut ein langgehegter Wunsch von Franz Neubrandt und auch von mir in Erfüllung, wieder mal etwas Gemeinsames zu machen“, sagte Purucker. Der Marktleugaster Vorsitzende wünschte der Patenschaft für die nächsten Jahre viel Erfolg, Glück, viele herrliche Momente, ein vielversprechendes Miteinander und gutes Gelingen. Im Namen aller Musikerinnen und Musiker bedankte sich Georg Purucker für die vielen schönen Momente, die sie mit den Chormitgliedern aus Pilisszentivan bisher erleben durften.

An Franz Neubrandt, den Botschafter des Chores, überreichte Purucker zum 20. Geburtstag der Patenschaft ein Weinpräsent. Für die Chormitglieder übergab Georg Purucker seinem Vorstandskollegen Guyla Marlok stellvertretend eines der zwölf kleinen Bierfässer.

„Es war auch heute wieder ein Erlebnis. Die 20 Jahre vergingen wie im Fluge und es war sehr viel Schönes dabei“, sagte Guyla Marlok und revanchierte sich mit drei großen Flaschen Sekt bei Georg Purucker.

Pilisszentivans Bürgermeister Gabor Penzes war es eine große Freude, dem gemeinsamen Konzert beizuwohnen. Die Versammelten erhoben sich zu einer Gedenkminute an den kürzlich verstorbenen Initiator und Architekten der sehr gut funktionierenden Partnerschaft zwischen Pilisszentivan und Marktleugast, Georg Bauer.

Manfred Huhs erfüllte dann eine Pflicht, die ihm Georg Bauer noch aufgetragen hatte. Huhs gratulierte im Namen Bauers dem Pilisszentivaner Chor und Musikverein Marktleugast zum 20. Geburtstag und übergab mit den Worten „Es war sein letzter Wunsch!“ je einen Umschlag an Franz Neubrandt und Georg Purucker. Manfred Huhs betonte, dass die Patenschaft dieser beiden Vereine die Gemeinde-Partnerschaft in vielfältiger Weise belebte. Er wünschte sich, dass die jetzige Jugend weiter dazu steht, weiter macht und sie mit Leben erfüllt.

„In all den Jahren, in denen die Partnerschaft zwischen unseren Kommunen besteht, sind die Verbindungen enger geworden. Aus ihnen ist eine Partnerschaft zwischen Menschen gewachsen, die bei jeder Begegnung aufs Neue vertieft wird“, sagte Marktleugasts Bürgermeister Franz Uome. Trotz aller Kommunikationsmöglichkeiten über weite Entfernungen sei der persönliche Kontakt immer noch der beste Weg, um im direkten Gespräch mit den Freunden Erfahrungen auszutauschen. Uome sah in den beiden Gemeinden Pilisszentivan und Marktkeugast einen Teil des Europäischen Hauses, an dessen Aufbau es weiter gemeinsam zu arbeiten gelte.

In Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste um die Partnerschaft verlieh Franz Uome die Pilisszentivaner Chorleiter Franz Neubrandt die Silberne Bürgermedaille des Marktes Marktleugast.

Kreisrat Norbert Volk überbrachte die Glückwünsche des Kulmbacher Landrates Klaus Peter Söllner an die beiden Patenvereine und überreichte Franz Neubrandt ein Präsent Söllners.

Einmal Zentivan und zurück …….. Um 3.30 Uhr war am frühen Donnerstagmorgen Abfahrt des Omnibusses der Firma Schuberth in Marktleugast. Weitere Mitfahrer stiegen in Mannsflur, Kupferberg, Kulmbach, Bayreuth und Lauf zu. Die Fahrt führte über Nürnberg, Passau, Melk und Wien nach Pilisszentivan bei Budapest, wo die Reiselustigen gegen 17.30 Uhr gut ankamen. Vor dem Pilisszentivaner Rathaus wurden die Gäste von Bürgermeister Gabor Penzes sowie Chorleiter Franz Neubrandt empfangen und auf die Privatquartiere sowie Pensionen verteilt. Abends war dann gemeinsamer Treff aller am „Haus der Begegnung“, wo es Gulaschsuppe satt für alle gab. Nicht fehlen durfte das mitgebrachte Schübel-Bier, das frisch gezapft vom Fass zusammen mit einigen Schnäpschen genossen wurde.

Am Freitagmorgen trafen sich – vor allem für die Neuen, die das erste Mal mit nach Ungarn fuhren! – um bei einer Führung die Marktleugaster Partnergemeinde kennen zu lernen. Und die Marktleugaster Kapelle traf sich am Nachmittag mit dem Chor noch zu einer gemeinsamen Probe. Das folgende gemeinsame Konzert am frühen Abend begeisterte, denn sowohl der Pilisszentivaner Chor um Franz Neubrandt als auch der Musikverein Marktleugast mit Dirigent Benjamin Schuberth liefen zu Höchstform auf. Der Tag klang mit einem gemütlichen Beisammensein am See aus.

Der Samstag begann mit einem Budapest-Besuch. Nach der Besichtigung des Parlaments war noch Zeit für einen Stadtbummel und einer Stippvisite in der Markthalle. Um 15.30 Uhr war Abmarsch des Festumzuges anlässlich des „25. Sankt Ivaner-Tages“ und der Sommersonnenwende, an dem sich auch die Marktleugaster Kapelle und Besucher beteiligten, zur Festwiese. Beifallumrauscht war auch hier der Musikverein, der mit böhmischen Klängen aufspielte.

Nach dem Gottesdienstbesuch am Sonntagmorgen, wo ein Ensemble des Musikvereines und der Chor gemeinsam die Schubertmesse spielten und sangen, hieß es Abschied nehmen und die Gäste traten die Rückreise nach Deutschland an, wo die Fahrt gegen 23 Uhr in Marktleugast zu Ende ging.