Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

Aus der Marktgemeinderatssitzung vom 04.12.2017

Reges Interesse am kommunalen Geschehen

Bürgermeister Franz Uome informierte den Gemeinderat, dass er sechs Bürgergespräche und eine Bürgerversammlung abgehalten habe und über 200 Bürger von Marktleugast und seinen Ortsteilen diese Ende November besucht haben. Dies zeige, dass die Marktleugaster und die Bewohner der Außenorte reges Interesse am lokalen Geschehen hätten. Dies bestätigte dritter Bürgermeister Martin Döring, der dem Bürgermeister auch im Namen der Bürger für sein Engagement dankte. Er, Döring, habe selbst an drei Versammlungen teilgenommen und festgestellt, dass alle Treffen sehr gut angenommen wurden. Die Ausführungen von Bürgermeister Uome seien sehr anschaulich gewesen und es habe sich gezeigt, dass sich die Bürger sehr für die Politik in der Gemeinde interessieren. Es seien viele Projekte auf den Weg gebracht worden und es sei auch schon viel passiert. "Das ist alles dem Engagement unseres Bürgermeisters geschuldet", betonte Döring.

Dank und Appell zur Weihnachtszeit

So richtig Friede will im Marktleugaster Gemeinderat nicht einkehren. Die CSU und die Wählergemeinschaft sind sich nach wie vor nicht grün. Der Gemeinderat Marktleugast hat in diesem Jahr zweifelsohne wichtige Projekte auf den Weg gebracht. Genannt seien hier zum Beispiel der Radonplatz, die Breitbandversorgung, die energetische Sanierung des Rathauses oder der Bau der Abwasserdruckleitung von Neuensorg nach Marktleugast. Doch auch wenn sich Bürgermeister Franz Uome am Schluss des öffentlichen Teils der Sitzung beim Gremium für die konstruktive und gute Zusammenarbeit bedankte, ist doch hin und wieder der Wurm drin. Denn nachdem Uome geendet hatte, legte Oswald Purucker von der CSU nochmal nach und ging mit Uomes Vorgänger Norbert Volk und dessen Wählergemeinschaft ins Gericht. Zunächst ging Oswald Purucker auf die "eindrucksvolle Leistungsbilanz" ein, die Uome in der kürzlichen Bürgerversammlung vorgestellt hatte. "Die Schulden wurden innerhalb von drei Jahren halbiert und die Darlehenszinsen von 120.000 Euro auf 33.000 Euro reduziert", sagte Purucker. Als man mit Bürgermeister Norbert Volk 2014 den letzten Haushalt vorbereiten wollte, hatte man im Finanzausschuss das Problem, dass für das ganze Jahr nur eine freie Finanzspanne von 20.000 Euro zur Verfügung gestanden habe. "Diese 20.000 Euro hätten nicht einmal für die Renovierung eines Spielplatzes und schon gar nicht für den Wasseranschluss von Tannenwirtshaus an Marktleugast gereicht. Der habe damals 130.000 Euro gekostet."

Franz Uome habe bei seinem Amtsantritt vor leeren Kassen gestanden, selbst die besten Förderprogramme hätten nichts genutzt, weil man den Eigenanteil nicht hätte aufbringen können. Bereits im Jahr 2013 hätte die Gemeinde die Möglichkeit gehabt, hier Vorkehrungen zu treffen. Die Beantragung von Stabilisierungshilfe wäre möglich gewesen.

"Leider verzichtete Bürgermeister Volk auf eine Antragstellung." Sein Nachfolger Uome habe nicht lange gezögert. Sein Kassensturz habe im ersten Jahr schon Zinseinsparungen von 35.000 Euro gebracht. "Geld, mit dem die ersten Fördertöpfe angezapft werden konnten", sagte Purucker. Durch die Stabilisierungshilfe hätten sich nicht nur die Schulden und die Zinszahlungen verringert, sondern aus eigener Kraft eine Liquidität von 276.000 Euro geschaffen. Dazu kamen die Gelder aus nicht mehr zu tilgenden Darlehen. Wenn man nun die größten Investitionen wie Breitbandausbau, Neugestaltung Radonplatz, Floriansplatz, Tiefbrunnen 2 oder barrierefreier Zugang des Rathauses, um nur diese von über 30 Maßnahmen zu nennen, in kürzester Zeit umsetzen konnte, dann lag dies einzig und allein an den vorhandenen freien Mitteln im Gemeindehaushalt." Für Franz Uome sei selbst die Abwasserleitung Neuensorg kein Problem mehr gewesen. "Auch seine Vorgänger Manfred Huhs und Norbert Volk hätten die Druckleitung bauen können, sie hatten aber anscheinend kein Geld mehr." Purucker erinnerte dann auch noch einmal an den Zusammenschluss aller Abwasseranlagen. Der Beschluss, für alle Ortsteile denselben Abrechnungsmodus zu verwenden, sei in der Amtszeit von Volk gefasst worden. "Also hat nicht Franz Uome irgendeinen Ortsteil benachteiligt, wenn es nach der Beschlusslage geht, sondern Norbert Volk."

Auch die vermeintlich günstigeren Varianten für die Abwasserentsorgung von Neuensorg habe es in der Amtszeit Volks gegeben. "Aber die Ingenieurbüros haben schon zu dieser Zeit den Anschluss an die Kläranlage als die wirtschaftlichste Alternative berechnet." Teuer sei aber relativ, fuhr Purucker fort. "Wäre zu Volks Zeiten ein Kredit über 500.000 Euro verzinst worden, hätte man, auf zehn Jahre betrachtet, jährlich zusätzlich 30.000 Euro Zinsen bezahlen müssen. Die Laufzeit wäre natürlich wesentlich länger. Durch die Zinszahlungen wäre die Anlage in nur zehn Jahren 300.000 Euro teurer gekommen. Und die Kosten, die noch auftauchten als wir jetzt zur Tat schritten, wären damals auch noch auf uns zugekommen." "Wir hätten uns anschließend überhaupt nichts mehr leisten können."

Uome finanziere jetzt einen Kredit über 800.000 Euro mit 5.000 Euro Zinsen jährlich. Trotz der höheren Summe ergebe dies eine Einsparung für die Bürger von 25.000 Euro im Jahr. Purucker betonte, er würde es begrüßen, wenn künftig nicht mehr ein Gemeindeteil gegen einen anderen ausgespielt würde. Die Wassergebühren von Marktleugast seien nicht höher als in anderen vergleichbaren Gemeinden "und hier im Oberland sind wir im Übrigen immer noch die Günstigsten".

Dann ging auch Bürgermeister Uome nochmals auf die "Geschichte mit dem Abwasser" ein. Man habe sich nichts vorzuwerfen, weil man für die Bürger das Wirtschaftlichste und Beste herausgeholt habe. Bei einem Durchschnittsverbrauch von hundert Kubikmetern würde sich eine Mehrbelastung von 30 Euro im Jahr ergeben, dies wären in 30 Jahren 900 Euro, rechnete Uome vor. Die andere Möglichkeit wäre gewesen, einen Beitrag von 1.000 Euro zu leisten. "Das würde sicherlich vielen Bürgern sehr weh tun", sagte Uome. "Hört doch endlich auf, die Bürger für dumm zu halten", appellierte er an die Adresse der Wählergemeinschaft und von Norbert Volk. Die Gemeinde bestehe aus einer Versorgungseinheit, und da würden Kosten auf alle umgelegt, nicht nur auf die Ortsteile, in denen die Kosten derzeit anfallen.

Ladenschlusszeiten für Marienweiher festgelegt

Mit einem der letzten Beschlüsse des Jahres hat der Gemeinderat die Ladenschlusszeiten für den Ortsteil Marienweiher festgelegt. An bestimmten Sonn- und Feiertagen dürfen von 8 Uhr bis 16 Uhr frische Früchte, alkoholfreie Getränke, Milch und Milcherzeugnisse, Süßwaren, Tabakwaren, Blumen, Zeitungen und verschiedene andere Waren verkauft werden. Die genauen Termine werden im Amtsblatt bekannt gegeben.

Wasserversorgung schließt im Jahr 2016 mit Verlust

Bürgermeister Franz Uome hat den Jahresabschluss für die Wasserversorgung des Marktes Marktleugast für das Jahr 2016 bekannt gegeben. Demnach schließt die Bilanz mit fast genau 1,9 Millionen Euro ab, bei einem Verlust von 23.110 Euro. Der Gemeinderat beschloss, dass der Jahresverlust auf die neue Rechnung vorgetragen wird. Die Jahresverluste aus den Jahren 2010 und 2011 in Höhe von insgesamt etwa 47.700 Euro werden durch die Rücklage ausgeglichen.