Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

Aus der Marktgemeinderatssitzung vom 23. März 2015

Auftragserweiterung für die Erstellung von Wasserrechten

Die wasserrechtlichen Übergangserlaubnisse für die gemeindlichen Abwasseranlagen laufen zum Ende des Jahres aus. Das Büro Singer Ingenieur Consult in Kulmbach wurde zum Angebotspreis von etwas mehr als 27 000 Euro mit der Erstellung der wasserrechtlichen Antragsunterlagen beauftragt. Nach Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt muss die Beauftragung um einige Leistungsbilder erweitert werden, erklärte Geschäftsstellenleiter Michael Laaber. Diese sind Kanalnetzberechnung, Schmutzfrachtberechnung für das Gesamtsystem, Überprüfen der Bauwerke sowie die Erstellung von Entwürfen für die Regenwasser- und Mischwassereinleitung. Für die Kanalnetzberechnung wird das teurere hydrodynamische Verfahren vorgeschlagen, um den Nachweis der Übersteuerungshäufigkeit zu führen. Für diese ergänzenden Arbeiten fallen weitere Kosten von knapp 17 300 Euro an. Zusätzlich könnten noch Kosten für die Untersuchung des baulichen Zustands des Kanals sowie für die Fremdwasseruntersuchungen auftreten. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass der Auftrag für das Ingenieurbüro erweitert wird. 

Projekt: Zukunftswerkstatt Marktleugst

Jugend ist Zukunft, diese Zeichen hat auch der Marktgemeinderat Marktleugast erkannt, deshalb soll in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring das Projekt „Zukunftswerkstatt Marktleugast“ umgesetzt werden. Die beiden Jugendsprecher Irina Haber und Michael Schramm berichteten dem Marktgemeinderat über das „Sondierungsgespräch“ mit dem Kreisjugendring im letzten Monat. Das Ziel der Zukunftswerkstatt ist die bessere Ausrichtung der zukünftigen Gemeindejugendarbeit, die mit der Vereinsjugendarbeit koordiniert werden soll und nach den Bedürfnissen der Jugend ausgerichtet ist. Deshalb können Kinder und Jugendliche auch aktiv mitgestalten, sie können Kritik und Wünsche zu Angeboten der Gemeinde äußern und ihre Vorstellungen direkt einbringen. Um sich ein Bild zu machen, haben die beiden Jugendsprecher sich auch schon mal die Zukunftswerkstatt Stadtsteinach/Rugendorf näher betrachtet. Unter dem Motto „Stan(ich)“ nehmen dort 80 Kinder und Jugendliche teil. Für Marktleugast ist der Start in diesem Herbst geplant, mitmachen können alle Kinder und Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre, eventuell soll auch die Gemeinde Grafengehaig eingebunden werden. Auf jeden Fall werden die örtlichen Vereine und die Mittelschule Marktleugast eingebunden. Haber und Schramm wollen alle jungen Männer und Frauen dieses Alters persönlich einladen, „wir werden von Haus zu Haus gehen“, kündigte Schramm an.

Aufwandsentschädigung für die Marktgemeinderatsmitglieder

Bei der Februarsitzung des Marktgemeinderats Marktleugast haben die Räte der Wählergemeinschaft gefordert, dass die vorgenommene Erhöhung der Sitzungsgelder überdacht und zurückgenommen werden sollte. Weil dadurch in der Öffentlichkeit ein falsches Bild entstanden sei, stellte Oswald Purucker (CSU) den Antrag, dass die „leidige“ Diskussion um die Sitzungsgelder beendet wird. Purucker begründet seinen Antrag damit, dass es sich beim Sitzungsgeld in Höhe von 25 Euro nicht um einen Stundenlohn handle, sondern um eine Aufwandsentschädigung für die Vorbereitung und die Teilnahme an der Gemeinderatssitzung. Zu dieser Vorbereitung gehöre auch der Ausdruck und die Überarbeitung der per E-Mail versanden Unterlagen zur Gemeinderatssitzung. „Bereits hier fallen Kosten an, welche früher die Gemeinde getragen hat.“ Dazu würde bei der CSU-Fraktion vor der Gemeinderatssitzung eine Fraktionssitzung abgehalten. Die öffentlichen Programmpunkte würden dabei jeweils in einer örtlichen Gastwirtschaft besprochen, „die Kosten für die Bewirtung tragen die Mitglieder selbst“. Dazu würden außerdem zwei bis drei Stunden in das Ehrenamt investiert. Seit letztem Jahr seien noch die Hauptbürgerversammlung und die Ortsgespräche hinzugekommen. Die Gemeinderäte würden diese Veranstaltungen nutzen, um sich vor Ort über die Probleme der Bürger in den einzelnen Ortsteilen zu informieren. Auch hier würden wieder Bewirtungskosten anfallen. Auf Kreisebene habe man erkannt, dass die Kreisräte in ihrer Funktion im Jahresablauf an vielen kirchlichen, sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen teilnehmen und decken die Ausgaben der Räte durch eine monatliche Pauschale ab. Auch die Gemeinderäte würden in allen Ortsteilen an solchen Veranstaltungen teilnehmen. Obwohl die Pauschale für alle Kreisräte durch die Gemeinden über die Kreisumlage mitfinanziert würde, vermisst Purucker, dass „diese Entscheidung durch Kreisrat Nobert Volk nicht bei jeder Sitzung kritisiert wird“. Wer alle für eine Sitzung notwendigen Aufwendungen an Zeit und Geld zusammenzählt, schreibt Purucker, wird feststellen, dass „die 25 Euro wirklich nur eine Entschädigung sind“. Wer von den Räten meint, seine Leistung sei keine 25 Euro wert, dem stehe es ja frei, dieses Geld für einen sozialen Zweck an die Gemeinde zurück zu spenden. Er, Purucker, habe im letzten Jahr den Gegenwert seiner Sitzungsgelder beim Kindergartenfest, beim Pfarrfest, bei der Caritas und beim Schachclub für die Jugendarbeit eingesetzt. Alleine der Auftritt als Zauberer beim Straßenfest erspare der Gemeinde 250 Euro, „was ich als Gemeinderat gerne für meine Gemeinde mache“. Den Beschluss: „Die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrecht wird nicht geändert“, haben die Mitglieder der WGM nicht mitgetragen und dagegen gestimmt. Georges Frisque begründete die Ablehnung damit, dass der Beschluss nicht dem Antrag entspricht. Die WGM wollte mit der Zurücknahme der Sitzungsgelderhöhung ein Zeichen setzten, „das sollte nur eine Anregung sein“.

Bauantrag

60 Parkplätze für Mitarbeiter Die Firma Recaro in Mannsflur möchte auf einem eigenen Grundstück vier LKW- und 60 PKW-Parkplätze errichten. Das 2 665 Quadratmeter große Grundstück liegt an der Breslauer Straße an der Zufahrt zum Firmengelände. Das Gemeindegremium hat keine Einwände und leitet den Bauantrag befürwortend an die Bauaufsichtsbehörde beim Landratsamt weiter. Der BRK-Kreisverband Kulmbach möchte auf seinem Grundstück eine Garage und einen Carport errichten. Der Gemeinderat erteilte eine Befreiung von den Festlegungen im Bebauungsplan.

Bauhof Marktleugast

Lob an Mitarbeiter des Bauhofs Bürgermeister Franz Uome informierte den Marktgemeinderat über die erledigten Arbeitsaufträge des Bauhofs und dankte den Mitarbeitern für ihren großen Einsatz im Winterdienst. „Sie waren ja in ständiger Rufbereitschaft.“ Sie hätten wieder hervorragende Arbeit geleistet, auch wenn manche Bürger geglaubt hätten, sie seien in der Reihenfolge der Räumarbeiten benachteiligt worden. „Der Winterdienst kann halt nicht überall gleichzeitig sein.“ Gegenüber dem vorletzten Winter habe man diesmal 70 Tonnen Salz mehr verbraucht. Der Verbrauch ist von 270 auf 340 Tonnen gestiegen. In den letzten beiden Wochen haben die Mitarbeiter schon einen Teil der Überstunden abbauen können, obwohl sie schon wieder viele Arbeiten erledigten. Dazu zählten auch die Probeschürfungen in Neuensorg.