Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

Aus der Marktgemeinderatssitzung vom 26. März 2018

Ein Treff für alle Generationen - Ein Zentrum für Jung und Alt

Die Gemeinde Marktleugast will mithilfe von Zuschüssen der Förderoffensive Nordostoberfranken das Gebäude Kulmbacher Straße 7 zu einem Begegnungszentrum umbauen. Unter anderem könnte dort eine Bibliothek, ein Trauzimmer und ein Jugendzimmer eingerichtet werden. Architekt Tino Heß hat dem Gemeinderat einen Entwurf vorgelegt. Die Gemeinde Marktleugast will das Anwesen Kulmbacher Straße 7 völlig umbauen. Nun kommt es darauf an, wie viele Fördermittel es gibt.

Das Haus Kulmbacher Straße 7 in Marktleugast ist schon öfter Thema im Gemeinderat gewesen. Jetzt scheint die Gemeinde mit Unterstützung der Förderoffensive Nordostoberfranken Nägel mit Köpfen machen zu können. Bereits in der Dezembersitzung hat der Marktgemeinderat beschlossen, dass das Gebäude saniert werden soll und das Architekturbüro Juli in Kulmbach mit der Planung beauftragt. In der Sitzung hat Tino Heß dem Gemeinderat seine Entwurfsplanung vorgestellt.

Für das Gebäude, das früher als Wohnhaus und Heilpraxis genutzt wurde und bereits seit 1994 leer steht, kann sich der Architekt ein Begegnungszentrum vorstellen, das im Ortskern von Marktleugast, in Verbindung mit dem Radonplatz, ein ortsbildprägender Baustein wäre. Es könnte für Jung und Alt genutzt werden. Unter anderem könnten ein Trauzimmer, eine Bibliothek mit Leseraum und ein Jugendzimmer eingerichtet werden.

Wann das Haus gebaut wurde, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Architekt Heß vermutet, dass es zwischen 1880 bis 1890 entstand. Die verschiedenen Arten der Decken lassen auch keine genaue Einordnung zu. Im Obergeschoss scheint für Heß die Zeit stehen geblieben zu sein. "Man könnte dort sofort wieder einziehen im Wohnstil der 70er- und 80er-Jahre." Das Haus sei nur teilunterkellert mit zwei schmalen langen Räumen und es müsste vollständig entkernt werden. Decken und Wände seien stark verformt, und auch die Außenwände müssten zum großen Teil ersetzt werden. Das Untergeschoss wäre rollstuhlgerecht über eine Rampe zu erreichen. Dort könnten das Trauzimmer und die Bibliothek mit Leseraum untergebracht werden. Das Foyer mit Treppenaufgang zum Obergeschoss wäre bis unters Dach offen. Zwischen dem Hauptgebäude und dem Ersatzneubau, in dem das Jugendzimmer untergebracht werden soll, soll ein offener Innenhof entstehen. Das Zwischengebäude, ein ehemaliges Stallgebäude mit Ziegelwand, soll erhalten bleiben, darin sollen die Toiletten und eine kleine Teeküche unterbracht werden. Im Obergeschoss des Haupthauses könnten ein Vereinszimmer, ein Archivraum, ein Stuhllager und ein Abstellraum entstehen. Dem neuen Haus vorgelagert werden könnte eine Terrasse für Veranstaltungen und Gemeindefeste. Darüber könnte auch der Fußweg von der Kulmbacher - zur Münchberger Straße verlaufen. Die Kosten schätzt Heß auf ungefähr 1,66 Millionen Euro mit Anbau. Ohne Anbau würde die Sanierung rund 1,355 Millionen Euro kosten.

Markus Suttner wollte von dem Architekten wissen, ob es einen Einfluss auf die Förderung haben würde, wenn vom bestehenden Gebäude nur noch wenig in den Neubau integriert werde. Dies konnte Heß verneinen. "Wenn man viel vom alten Bestand erhalten würde, würde auch der Preis steigen", sagte er. Man werde sehr detaillierte Voruntersuchungen veranlassen, um Unwägbarkeiten bei der Sanierung von Beginn an auszuschließen. Bürgermeister Franz Uome bezeichnete das Konzept als sehr ausgereift. Je nach Förderung wird man entscheiden müssen, was entstehen wird.




So könnte das neue Begegnungszentrum in der Kulmbacher Straße in Marktleugast aussehen.
 

Feuerwehrkommandanten bestätigt
Nachdem bei der Freiwilligen Feuerwehr Marienweiher der bisherige Kommandant Johannes Klier ausgeschieden ist, wurden bei der Dienstversammlung sein Sohn und bisheriger Stellvertretender Kommandant Patrick Klier zum Kommandanten und Florian Stölzel zum neuen Stellvertreter gewählt. Beide müssen noch die vorgeschriebenen Lehrgänge absolvieren. Beide wurden einstimmig bestätigt.

Genehmigung für Doppelgarage erteilt
Marko Schelter möchte auf seinem Anwesen Am Kirchbühl 5 eine Doppelgarage errichten. An der südwestlichen Fassade des Gebäudes soll außerdem eine Balkonanlage entstehen, die eine treppenläufige Verbindung zum Erdgeschoss erhält. An die bereits bestehende Doppelgarage soll eine weitere Garage aufgestellt werden. Bürgermeister Uome teilte dem Gemeinderat mit, dass das gemeindliche Einvernehmen durch die Verwaltung erteilt wurde.

Umbauarbeiten in der Schule
Bürgermeister Franz Uome unterrichtete das Gemeindegremium, dass im EDV-Raum der Schule Umbauarbeiten durchgeführt werden. Auch die Lizenzen müssten erneuert werden, weiter braucht die Schule eine neue Fritz-Box und einen neuen Drucker. Die Arbeiten übernimmt die Firma Grimm aus Bayreuth für etwa 2.000 Euro. Weiter waren an der Heizung der Schule zwei Ausdehnungsgefäße defekt und mussten erneuert werden, die Kosten knapp 4.300 Euro.

Baumpflegearbeiten vergeben
In Marktleugast und in den Ortsteilen Hohenberg und Marienweiher waren Baumpflegearbeiten notwendig. Sie wurden für fast genau 4.800 Euro durch die Firma Stefan Nicklas aus Gefrees durchgeführt.

Notausgangsbeleuchtung defekt
Im Bürgersaal und im Treppenhaus sind fünf Notausgangsbeleuchtungen defekt und müssen erneuert werden, erklärte der Bürgermeister. Den Austausch wird die Firma Nixdorf für 850 Euro ausführen.

Fundtierpauschale an Tierschutzverein
Uome gab bekannt, dass die Marktgemeinde für die Fundtierversorgung wie bisher eine Pauschale von je 50 Cent pro Einwohner dem Tierschutzverein Kulmbach gewährt. Dies bedeutet, dass für den Markt Marktleugast in diesem Jahr 1.579,50 Euro fällig werden.

Ehemalige Hausmülldeponie kostet weiter Geld
Für die Sanierung der ehemaligen Hausmülldeponie ist es aus naturschutzfachlicher Sicht notwendig, ein artenschutzfachliches Gutachten, einen Landschaftspflegerischen Begleitplan sowie eine Eingriffsbilanzierung zu erstellen. Im Rahmen dessen sollen geeignete Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgenommen werden. Die Gemeinde hat bei drei Planungsbüros angefragt. Der Marktgemeinderat hat dem Landschaftsarchitekten Wolfgang Sack in Bayreuth den Auftrag zum Angebotspreis von 4.950 Euro erteilt. Er hat das günstigste Angebot vorgelegt. Besondere Leistungen werden nach Stundensätzen (65 Euro/Stunde) abgerechnet. Die Kosten hierfür sind nicht förderfähig und müssen voll von der Marktgemeinde getragen werden.

Klärschlamm muss entsorgt werden
Der Schlammstapelbehälter 2 mit einem Volumen von 3.600 Kubikmeter ist zu 70 Prozent gefüllt und muss deshalb geleert werden. Von den 17 angeschriebenen Firmen, welche diese Aufgaben erledigen können, haben nur zwei ein Angebot abgegeben. Der Auftrag wurde an den günstigsten Anbieter, die Firma Wedel in Ansbach, vergeben. Bei 2.500 Kubikmetern würden sich die Kosten auf etwa 56.000 Euro belaufen.

Kanalkataster wird erstellt
Zur Erstellung eines Kanalkatasters hat die Marktgemeinde vier Ingenieurbüros gebeten, Angebote für die Erstellung abzugeben. Das günstige Angebot mit etwa 93.500 Euro hat die Firma SRP Consult GmbH in Kronach abgegeben und damit den Auftrag erhalten. Gefördert wird das Projekt mit einem Euro je laufenden Meter. Insgesamt umfasst das Kanalsystem mit Kanälen, Schächten und Druckleitungen etwa 45.000 Meter.

Arbeiten für das Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrstellplatz Steinbach vergeben
Der Marktgemeinderat hat eine riesige Liste von Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrstellplatz Steinbach vergeben, die durch das Architekturbüro Schramm ausgeschrieben waren.

  • Tiefbauarbeiten: Firma Otto Mühlherr in Küps für 86.800 Euro
  • Hochbauarbeiten: Firma Otto Mühlherr in Küps für 130.000 Euro
  • Zimmererarbeiten: Firma Josef Meisel in Marktleugast für 85.500 Euro
  • Trockenbauarbeiten: Firma Ebbinghaus GmbH in Rimpar für 18.500 Euro
  • Tischlerarbeiten: Firma Christoph Löffler in Steinbach für 39.200 Euro
  • Leichtmetallarbeiten: Firma Oertel Metallbau in Kulmbach für 8.500 Euro
  • Heizung- und Sanitär: Firma Horst Höllering in Presseck für 43.750 Euro
  • Gerüstarbeiten: Firma Kellner & Bär in Stadtsteinach für 4.900 Euro
  • Fliesenarbeiten: Firma Sollecito Fliesen in Bindlach für 10.800 Euro
  • Abdichtungs- und Estricharbeiten: Firma Peter Hauenstein in Hummeltal für 28.300 Euro
  • Dachdecker und Klempnerarbeiten: Firma Rudolf Cherbiat in Kulmbach für 18.600 Euro
  • Bodenlegearbeiten: Firma Karl Geyer in Kulmbach für 3.700 Euro
  • Schiebeläden: Firma Heiko Lindner in Marktleugast für 5.750 Euro
  • Torbauarbeiten: Firma Theodor Bauer in Gefrees für 3.500 Euro
  • Elektroarbeiten: Firma Kunz & Strobel in Kulmbach für 49.400 Euro