Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

Erweiterung des Wasserschutzgebietes für die Tiefbrunnen im Kosertal

Die Bohrarbeiten für drei neue Grundwassermessstellen laufen.

Die Firma Ochs aus Bindlach hat damit begonnen auf dem Zufahrtsweg von der Kosermühle zur Wasseraufbereitungsanlage im Kosertal eine Grundwassermessstelle zu bohren. Unser Bild zeigt (von rechts) Ochs-Geräteführer Michael Weiß, Mitarbeiter Roland Grübel, Bürgermeister Franz Uome, Geoökologin Eva-Maria Obermaier vom Büro Piewak und Partner sowie und Norbert Taig vom Bauamt des Marktes Marktleugast.

Mit den gezogenen Bohrkernen wird der Aufbau des Untergrundes direkt sichtbar. Unser Bild zeigt (rechts hockend) Ochs-Geräteführer Michael Weiß, (von links hockend) Bürgermeister Franz Uome und Geoökologin Eva-Maria Obermaier vom Büro Piewak & Partner sowie (stehend von links) Norbert Taig vom Bauamt des Marktes Marktleugast und Ochs-Mitarbeiter Roland Grübel.

Zur langfristigen Sicherung der Trinkwasserversorgung Marktleugast muss das Wasserschutzgebiet der drei Tiefenbrunnen im Kosertal den neuen gesetzlichen Bestimmungen angepasst werden. Das Ingenieurbüro Piewak & Partner aus Bayreuth hat dazu ein Basisgutachten erstellt. Dabei wurde festgestellt, dass das bisherige Schutzgebiet nicht ausreichend ist und neu dimensioniert werden muss. „Für die Ausweisung sind der Aufbau des Untergrundes, die Grundwasserfließgeschwindigkeit sowie die –fließrichtung wichtig“, sagte die Geoökologin Eva-Maria Obermaier bei einem Pressetermin. Die erforderlichen Untersuchungen haben am vergangenen Freitag begonnen.

Die Firma Ochs aus Bindlach hat damit begonnen auf dem Zufahrtsweg von der Kosermühle zur Wasseraufbereitungsanlage im Kosertal eine Grundwassermessstelle zu bohren. Nach den Ausführungen des Geräteführers Michael Weiß wird sie bis zu einer Tiefe von 25 bis 30 Metern niedergebracht. Es werden Bohrkerne gezogen, anhand welcher der Aufbau des Untergrundes direkt sichtbar ist. Weiter werden zur Bestimmung der Durchlässigkeit kurze Pumpversuche durchgeführt.

Eva-Maria Obermaier führte weiter aus, dass nach der Errichtung der Grundwassermessstellen in den Brunnen Fernsehbefahrungen gemacht werden. Geophysikalische Bohrlochmessungen helfen zudem, die Zutrittshöhen des Grundwassers in den Brunnen festzustellen. Der Brunnen 1 wird für die Dauer der Bohrarbeiten an der Grundwassermessstelle 1 ausgeschaltet und regelmäßig beprobt. Ziel der Untersuchungen, die zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen werden, ist es, die Wasserversorgung Marktleugasts langfristig, nachhaltig und mit hoher Trinkwasserqualität zu sichern.

Bürgermeister Franz Uome, der mit dieser Maßnahme das zweite große Projekt seiner noch jungen Amtszeit angeht, bezifferte die Gesamtkosten auf rund 86000 Euro. Davon entfallen rund 12000 Euro für die Anschaffung einer neuen Pumpe. Zirka 25000 Euro werden an das Büro Piewak & Partner für die Projektplanung, Bohrüberwachung und Erstellung der wasserrechtlichen Unterlagen für das Wasserwirtschaftsamt Hof und weitere 41000 Euro für die Bohrungen zu zahlen sein. „Trinkwasser ist das wichtigste Nahrungsmittel. Mir liegt es daran, die Bereitstellung auf Dauer und für Jahrzehnte hinaus zu sichern. Die begonnenen Arbeiten sind dazu ein bedeutsamer weiterer Schritt.