Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

Aus der Marktgemeinderatssitzung vom 6. September 2021

Keine Bedenken gegen Stammbacher Baupläne

Der Marktleugaster Marktgemeinderat hat keine Bedenken und Einwände gegen den Bebauungsplan des Stammbacher Wohngebiets "Sonnenleite", das über 40 Bauplätze mit einer Gesamtfläche von 37.400 Quadratmetern verfügt und am Rande von Stammbach in Richtung Kulmbach liegt.

Erweiterung des "Münchsholz" genehmigt

Im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit zur Erweiterung des Bebauungsplans "Münchsholz" sind keine privaten Stellungnahmen eingegangen. Die Anmerkungen und Bedenken der Träger öffentlicher Belange von der Telekom, dem Bayernwerk und des Landratsamtes Kulmbach mit der Unteren Wasserrechtsbehörde und der Unteren Naturschutzbehörde wurden durch den Marktgemeinderat behandelt und werden in die Festsetzungen eingearbeitet. Einstimmig wurde der Satzung zugestimmt.

Abweichungen abgesegnet

Roland Tiroch vom Bauamt erklärte dem Gremium den Bauplan für die Ackerleite 4, im Baugebiet "Oberleugast". Es wird ein Einfamilienhaus mit einer Doppelgarage errichtet. Das Vorhaben weicht in einigen Ausführungen von den Vorgaben des Bebauungsplans ab. Tiroch erklärte, dass die Abweichungen geringfügig sind und das Ortsbild nicht beeinträchtigen, weil im gesamten Baugebiet bereits unterschiedliche Stilrichtungen vorherrschen. Dem Plan der Bauleute wurde zugestimmt.

Denkmalschutz kostet mehr Geld

Das Vorhaben "Marienweiher 16", der Umbau des ehemaligen Gasthofes "Weißes Lamm" zum Pilger- und Begegnungszentrum, kommt aufgrund von Auflagen des Denkmalschutzes ungefähr 25.000 Euro teurer. So kostet die restauratorische Baubegleitung, wie die Konservierung der Fachwerkinnenwände, knapp 5.500 Euro, die Standartsicherheitsprüfung 7.300 Euro, die Notsicherung für den Winter am denkmalgeschützten Haus 3.800 Euro und die Prüfung und Überwachung des konstruktiven Brandschutzes mehr als 8.300 Euro.

Kulmbacher Straße 7 kommt teurer

Aufgrund der Bodenbeschaffenheit am Bauprojekt Kulmbacher Straße 7 - Arztpraxis mit Begegnungsstätte - musste Boden ausgetauscht werden, was zu Mehrkosten von fast genau 25.000 Euro geführt hat.

Briefwahlunterlagen können online beantragt werden

Die Marktgemeinde Marktleugast bietet die Möglichkeit, dass die Briefwahlunterlagen online beantragt werden können. Außerdem verringert sich in der Verwaltung der Zeitaufwand für die Registrierung und Ausstellung der Briefwahlunterlagen. Bürgermeister Franz Uome erklärte, dass bereits mehr als 1.100 Wähler Briefwahlunterlagen beantragt haben.

Aufträge für über 700.000 Euro vergeben

Drei Aufträge hat der Marktgemeinderat für die Errichtung des Neubaus der Arztpraxis mit Begegnungshaus vergeben. Für das Gewerk "Fassaden- und Dachbekleidung" bekommt die Firma Fassaden-Pletz GmbH in Plauen zum Angebotspreis von fast 388.000 Euro den Auftrag. Das Gewerk "Fensterarbeiten mit Sonnenschutz" geht an die Firma Alutechnik in Velden zum Angebotspreis von knapp 275.500 Euro und mit den Klempner- und Dachabdichtungsarbeiten wurde die Firma Rudolf Cherbiat in Kulmbach zum Angebotspreis etwa 46.000 Euro beauftragt.

Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen"

2020 wurde das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen" gestartet, dafür wurden bis 2025 400 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Förderfähig sind dabei bauliche Sanierungen und der Ausbau von Einrichtungen der sozialen Infrastruktur in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur, wobei der Schwerpunkt auf Sportstätten liegt. Kriterien für die Auswahl der Projekte seien unter anderem die regionale oder überregionale Bedeutung mit einer sehr hohen Qualität für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Antragsberechtigt sind Kommunen. Die Förderquote beträgt bei Kommunen in einer Haushaltsnotlage 90 Prozent. Marktleugast hatte sich im letzten Jahr mit zwei Projekten beworben. Die Teilsanierung der Dreifachsporthalle sowie die Erneuerung der Kunststoffbeläge auf der Mehrzweckanlage. Für beide Projekte hat der Fördergeber 835.000 Euro bereitgestellt, dazu hat der Markt einen Zuwendungsantrag gestellt. Der Fördergeber verlangt aber einen Beschluss des Gemeinderats, dass die kommunalen Finanzierungsmittel, in diesem Fall 83.500 Euro, in den folgenden Jahren bereitgestellt werden.

Erfreut zeigte sich Bürgermeister Franz Uome, dass die Mittel für den Sportplatz, das sind 120.000 Euro, mit in die Halle investiert werden dürfen. Der Sportplatz soll dann zu gegebener Zeit mit FAG-Mitteln saniert werden.

Hans Pezold (WGM) fragte nach, ob wegen verschiedener Schäden an der Halle nicht schon vorher etwas getan werden müsste. Sein Fraktionskollege und früherer Bürgermeister Norbert Volk ergänzte, dass Wasser durch die Fenster gedrückt wird und das dringend gemacht werden müsse. Diese Aussage hat Oswald Purucker (CSU) erregt. "15 Jahre wurde nichts an der Halle gemacht, jetzt wo das Förderprogramm beginnt, soll noch dringend vorher etwas gemacht werden." Beide lieferten sich einen kurzen hitzigen Disput. Wieder auf Normaltemperatur zurückgefahren ergänzte Volk, dass bei Regen Handballspiele unterbrochen werden müssen, weil auf dem Turnhallenboden das Wasser aufgewischt werden muss. Bürgermeister Uome forderte auf, "den Ball flach zu halten. So dramatisch wird es nicht sein, dass man den Förderbescheid nicht abwarten kann."

Einstimmig stimmte das Gremium der "Teilsanierung der Dreifachsporthalle" zu und dass die 83.500 Euro als Kofinanzierungsmittel zur Verfügung gestellt werden.