Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

Aus der Marktgemeinderatssitzung vom 4. Juni 2018

Die Sanierung des Tiefbrunnens III verteuert sich um 51.500 Euro

Bei den Bauarbeiten der Sanierung des Tiefbrunnens III der Trinkwasserversorgung Marktleugast entstanden Mehrkosten in Höhe von 51.500 Euro am Bohrplatz, durch den Wegebau sowie der erforderlichen Errichtung eines Brunnenhauses. Bürgermeister Franz Uome (CSU) gab bei der Sitzung des Marktgemeinderates Marktleugast bekannt, dass die Zuwegung mit einem Kostenaufwand von 5.000 Euro komplett hergerichtet werden musste. Zudem mussten, um an den Brunnenschacht zu kommen, erhebliche Mengen Material abgetragen werden. Man war auf nicht tragfähigen Boden gestoßen, der zu entsorgen war - Kosten 6.500 Euro. Und durch Mehrmengen von zirka 500 Tonnen benötigtem Schotter kamen nochmals rund 15.000 Euro zusammen. Auch muss aus Gründen des Arbeitsschutzes jetzt zusätzlich noch ein Brunnenhaus errichtet werden, was Kosten von rund 25.000 Euro aufwirft. Die Arbeiten laufen seit Anfang Mai diesen Jahres und sollen im Juli beendet werden.

Fortführung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Umsetzung und Weiterführung der Haushaltskonsolidierung des Marktes Marktleugast. Zudem gab Bürgermeister Franz Uome (CSU) bekannt, dass das Landratsamt Kulmbach die beschlossene Haushaltssatzung und den Haushaltsplan rechtsaufsichtlich gewürdigt hat. "Eine Genehmigung war nicht notwendig, weil die Haushaltssatzung keine genehmigungspflichtigen Festsetzungen enthält", betonte Uome.

Änderung der Gemeindegrenzen

Ebenso einmütig stimmte das Ratsgremium dem beabsichtigten freiwilligen Grundtausch Förstenreuth-Marienweiher zu. Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken hatte vorgeschlagen, dass die Gemeindegrenze im Rahmen des Flurbereinigungsgesetztes (Gemarkung Förstenreuth - Gemarkung Marienweiher) der neuen Feldeinteilung angepasst und auf örtlich erkennbare Grenzen verlegt werden. Durch den neuen Grenzverlauf ergibt sich zwischen dem Markt Stammbach und dem Markt Marktleugast kein Flächenunterschied.

Zwei neue Feldgeschworene

Bürgermeister Franz Uome (CSU) gab den Ratsmitgliedern zur Kenntnis, dass am 12. Mai bei der Marktleugaster Feldgeschworenenversammlung mit Hans-Günter Löffler und Thomas Spitzl zwei neue Siebener in das Gremium nachgewählt wurden. Insgesamt sind es aktuell damit zehn Feldgeschworene. Als Feldgeschworenen-Obmann wurde Paul Schott wiedergewählt. Sein Stellvertreter ist weiterhin Gerhard Schmidt.

Einbeziehungssatzung "Scheibenwiese" Cottenau

Im Rahmen der Anhörung der Träger öffentlicher Belange erhob der Marktgemeinderat Marktleugast keine Einwände zur Aufstellung der Einbeziehungssatzung "Scheibenwiese" in die Bebauung des Ortsteiles Cottenau des Marktes Wirsberg.

Änderung des Bebauungsplanes "Wohnen am Volkspark II" Helmbrechts

Keinerlei Einwendungen machten der Marktgemeinderat Marktleugast zur Änderung des Bebauungsplanes "Wohnen am Volkspark II" der Nachbarstadt Helmbrechts geltend.

Zwei Bauanträge genehmigt

Für die beiden Bauvorhaben Anita Städtler, Marienweiher (Erweiterung der bestehenden Doppelgarage) sowie Torsten Ehle, Marktleugast (Neubau eines Carportes) wurde das gemeindliche Einvernehmen als Angelegenheit der laufenden Verwaltung erteilt.

BayernWLAN und Friedhofsweg

Bürgermeister Franz Uome (CSU) gab noch bekannt, dass am Feuerwehrhaus in Marienweiher ein zweiter Hotspot für das BayernWLAN in Betrieb genommen worden ist. Zudem sind die Bauarbeiten im Zuge der Neuasphaltierung der Zufahrt zur Leichenhalle in Marienweiher abgeschlossen. Die Marktgemeinde hat sich an der Baumaßnahme der Kirchenstiftung mit 25.000 Euro beteiligt.

Zwei mögliche Photovoltaikflächen einstimmig abgelehnt -
Gehören zu den schönsten Natur- und Landschaftsflächen der Marktgemeinde

Die Südwerk Projektgesellschaft mbH aus Burgkunstadt stellte im Namen der Firma Enerparc AG, Hamburg die Anfrage an den Markt Marktleugast, ob auf den beiden Standorten Marienweiher, Weiherhöhe (ca. 15 Hektar) und Marktleugast am Hohenberger Weg (ca. 16 Hektar) die Möglichkeit zur Errichtung und Betreibung von Freiflächenphotovoltaikanlagen mit Nebenanlagen besteht. Nach Beratung und Ortsterminen empfahl aber der Bau- und Umweltausschuss einstimmig dem Marktgemeinderat, dass keine der beiden angefragten Flächen für Photovoltaikanlagen ausgewiesen werden solle und betonte: Die Flächen sind allesamt die schönsten Natur- und Landschaftsflächen in der Marktgemeinde! Der FW-Fraktionssprecher Michael Schramm ergänzte auf der Ratssitzung noch: Das Konzept der Projektgesellschaft stimmt nicht, auch hat unsere Marktgemeinde von diesen Projekten keine Vorteile. Einstimmig stand auch der Marktgemeinderat den Vorhaben sowie der Anfrage auf Aufstellung eines Bebauungsplanes und der Errichtung der dazugehörigen Infrastruktur ablehnend gegenüber.

Zufahrt zum Pumpwerk Neuensorg wird asphaltiert

Nach der einstimmigen Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses votierte auch der Marktgemeinderat einmütig dafür, dass die Zufahrt zum Pumpwerk Neuensorg asphaltiert werden soll. Nach Auskunft des Ingenieurbüros IBP Kulmbach ist bei einem Ausbau mit 2,50 m Breite mit Kosten von zirka 38.000 Euro zu rechnen. Bürgermeister Franz Uome (CSU) wies zudem auf den sonst schlecht durchführbaren Winterdienst hin.

Tausalzbeschaffung im Frühbezug

Der Verwaltungsgemeinschaft Marktleugast sind für die beiden Märkte Marktleugast und Grafengehaig von verschiedenen Unternehmen Streusalz im Frühbezug angeboten worden. Wie der Geschäftsstellenleiter der Verwaltung, Michael Laaber, ausführte, wurden im letzten Winter rund 320 Tonnen Streusalz verbraucht. Im Winter 2017/2018 waren 350 Tonnen neu beschafft worden, wovon noch ein Restbestand von 30 Tonnen im Lager der Firma KTU Kupferberg liegen. Für die Neubeschaffung von 350 Tonnen Streusalz wurden seitens der Verwaltung vier Angebote eingeholt. Die wirtschaftlichste Offerte erstellte die Firma SLG Salz AG aus Zella-Mehlis mit folgendem Angebot: Der Preis beträgt 63 Euro/Tonne zuzüglich Mehrwertsteuer und schließt eine kostenfreie Einlagerung bis 30. September 2018 mit ein. Ab 01.10.2018 bis 31.03.2019 würden die Lagerkosten dann einen Euro/Tonne pro Monat für die Restmenge betragen. Die neuen Preise sind günstiger als die Vorjahrespreise (74,50 Euro/Tonne), sagte Laaber aus. Garantiert wird eine Lieferung innerhalb von drei Arbeitstagen. Einstimmig beauftragte der Marktgemeinderat die Verwaltung 350 Tonnen Streusalz der Firma SLG Handelsgesellschaft mbH aus Zella-Mehlis zu einem Gesamtpreis von 26.314 Euro brutto zu bestellen.

Weiterer Breitbandausbau

Am 17. November 2017 wurde das zweite Auswahlverfahren zum Breitbandausbau im Markt Marktleugast bekannt gegeben. Berücksichtigt werden können dabei nur Gebiete, die noch nicht mit mindestens 30 M/bit-Geschwindigkeit versorgt sind. Bürgermeister Franz Uome durfte zu diesem Tagesordnungspunkt Enrico Meierhof vom Ingenieurbüro Reuther NetConsulting begrüßen. Die Investitionskosten der Telekom Deutschland betragen 1.446 Mio. Euro. Für die Marktgemeinde verbleibt davon ein Eigenanteil von 173.000 Euro. 197 Haushalte in Marktleugast, Hohenberg, Hinterrehberg, Vorderrehberg, Mannsflur, Ziegelhütte, Hohenreuth, Marienweiher, Kosermühle, Filshof und Roth verfügen nach Abschluss der Maßnahme über einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus. Wie Enrico Meierhof ausführte, werden dazu Tiefbauarbeiten in einer Länge von über acht Kilometern erforderlich, davon 5,7 Kilometer innerorts. Zweiter Bürgermeister Reiner Meisel (FW) fragte nach, ob weitere Förderungen in Aussicht gestellt werden. Meierhof erläuterte hierzu, dass alle laufenden Verfahren fortgeführt werden. Es wurde zudem von der Bundesregierung in Aussicht gestellt, dass die geförderten Bandbreiten angehoben werden. Somit würden in Zukunft auch weitere Programme aufgestellt. Einstimmig vergab das Ratsgremium den Auftrag an die Telekom Deutschland. Ferner wurde der Erste Bürgermeister ermächtigt, nach Eingang des Zuwendungsbescheides oder der Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns, den im Angebot enthaltenen, auf dem Mustervertrag des Bayerischen Gemeindetags basierenden Kooperationsvertrag, mit der Telekom Deutschland GmbH abzuschließen.