Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

Aus der Marktgemeinderatssitzung vom 12. April 2021

Pelletheizung für Begegnungszentrum mit Arztpraxis

In der Marktgemeinderatssitzung am 20. Juli letzten Jahres hatte sich der Marktleugaster Marktgemeinderat für das Bürgerbegegnungszentrum mit Arztpraxis für eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 35 Kilowatt Peak (kWp) zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf und als Heizungsanlage für eine Wärmepumpe mit Sole + GeoCollect entschieden. Aufgrund der weggefallenen Bundesförderung (ca. 44.000 Euro) für diese Anlage stellte sich die Frage der Wärmeversorgungsanlage bei der Ratssitzung neu. Architekt Tino Heß und Fachplaner Christian Wiedel erläuterten den Ratsmitgliedern und Zuhörern die Alternativen der Gebäudeheizung und legten dazu Kostenberechnungen vor. Gegenüber der ursprünglich geplanten Heizung könnten mit einer Pelletheizung Einsparungen in Höhe von rund 97.000 Euro vorgenommen werden. Auch die Wartungs- und Verbrauchskosten stellten bei der Pelletanlage die kostengünstigere Variante dar. Auch die Photovoltaikanlage braucht für die Stromerzeugung nicht in der geplanten Dimension gebaut zu werden. Die Gesamtkosten für das Begegnungszentrum mit Arztpraxis belaufen sich auf 2,9 Millionen Euro.

Pilgerzentrum Marienweiher 16

Erster Bürgermeister Franz Uome gab zudem bekannt, dass am 30. März 2021 der Zuschussantrag für die Sanierung sowie den Um- und Neubau des Bürger- und Pilgerzentrums Marienweiher 16 eingegangen ist. Die Gesamtkosten der Maßnahme sind mit 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Den Planungsauftrag hat Architekt Tino Heß erhalten. Das Vorhaben ist bis Mitte des Jahres 2023 fertigzustellen.

Fortführung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes

Die Beratung und Beschlussfassung über die Fortführung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes der Marktgemeinde Marktleugast wurde am 23. März 2021 im Finanzausschuss vorberaten und hat dem Entwurf zugestimmt. Der Marktgemeinderat fasste einmütig den Beschluss am stringenten und nachhaltigen Konsolidierungswillen festzuhalten und stimmte dem Haushaltskonsolidierungskonzept vom 23. März 2021 zu.

Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2021

Kämmerin Mandy Knarr erläuterte nochmals die wichtigsten Zahlen: Das diesjährige Haushaltsvolumen beträgt insgesamt 11.250.320 Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 5.785.770 Euro und im Vermögenshaushalt mit 5.464.550 Euro ab. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt beträgt 175.550 Euro. Die diesjährige niedrigere Zuführung ergibt sich aus geringeren Steuerbeteiligungen, begründet in den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, einer geringeren Schlüsselzuweisung und höheren Kreisumlage. Zusammen mit der Investitionspauschale von rund 135.000 Euro stehen für Investitionsmaßnahmen 153.800 Euro zur Verfügung.

Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind 1.567.950 Euro an Schlüsselzuweisungen, 574.200 Euro an Grund- und Gewerbesteuern, 1.232.150 Euro an Einkommenssteuer und Umsatzsteuerbeteiligung, 663.400 Euro Benutzungsgebühren und Entgelten, 625.800 Euro Zuweisungen für laufende Zwecke, 74.150 Euro aus Verkäufen, 85.250 Euro Miet- und Pachteinnahmen, 41.000 Euro Schulumlagen von den Märkten Grafengehaig und Stammbach, 75.000 Euro Konzessionsabgabe und 180.400 Euro aus der Sonderrücklage zum Ausgleich von Gebührenschwankungen.

Die wichtigsten Ausgaben des Verwaltungshaushaltes sind 1.298.400 Euro Kreisumlage, 627.300 Euro Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft, 175.550 Euro Zuführung an den Vermögenshaushalt, 842.200 Euro Beschäftigungsentgelte, 1.904.570 Euro sächlicher Verwaltungs- und Betriebsaufwand.

Einnahmen des Vermögenshaushaltes sind wie folgt veranschlagt 175.550 Euro Zuführung vom Verwaltungshaushalt, 2.776.450 Euro Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen, 2.257.750 Euro Entnahme aus der allgemeinen Rücklage und 51.000 Euro aus Vermögensveräußerung.

Ausgaben des Vermögenshaushaltes 329.300 Euro Erwerb von Grundstücken für Neubaugebiete, 2.323.450 Euro Hochbaumaßnahmen Begegnungsstätte mit Arztstelle sowie Bürger- und Pilgerzentrum Marienweiher, 2.253.900 Euro für Tiefbaumaßnahmen Straßenbau Baugebiet, Straßensanierung Hermes, 1.011.200 Euro für den Breitbandausbau 2. Förderverfahren und 156.750 Euro Tilgung von Krediten.

Die Steuerhebesätze betragen für die Grundsteuer A und B 350 v.H. sowie Gewerbesteuer 350 v.H..

Der Marktgemeinderat Marktleugast stimmte einmütig der Haushaltssatzung und dem -plan 2021 sowie dem Finanzplan 2020 bis 2024 zu.

Aufgrund der Haushaltskonsolidierung und des damit erfolgten Schuldenabbaus hat sich die Haushaltslage schon soweit verbessert, dass sich der Markt Marktleugast in der Lage befindet, große Investitionen tätigen zu können. Die Kämmerin empfahl dem Marktgemeinderat nach Durchführung aller geplanten Großprojekte für ein bis zwei Jahre auf kostenintensive Investitionen zu verzichten. In dieser Zeit können alle Maßnahmen abgewickelt und die dann bestehende finanzielle Ausstattung des Marktes neu geordnet werden. Auch in diesem Jahr wird ein Antrag auf Gewährung einer Stabilisierungshilfe für den Markt Marktleugast gestellt.

Bebauungsplan "An der Breiten Wiese III" Guttenberg

Der Marktgemeinderat Marktleugast erhob keinerlei Einwendungen gegen die geplante Änderung des Bebauungsplanes "An der Breiten Wiese III" der Gemeinde Guttenberg.

Neubau einer Güllegrube mit Abfüllplatz

Die Paul Schott GbR stellte den Antrag auf Baugenehmigung zum Neubau einer Güllegrube mit Abfüllplatz auf der Flurnummer 891 der Gemarkung Marktleugast. Der Marktgemeinderat Marktleugast stimmt dem einmütig zu.

Neubau eines Einfamilienhauses

Für das Bauvorhaben von Johannes Hübschmann auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses auf dem Grundstück FlNr. 695/5, Glatzer Straße 5, erteilte das Bauamt Marktleugast das gemeindliche Einvernehmen.