Markt Marktleugast

Markt Marktleugast – Aktuelles

Jahres- und Ehrenamtsempfang des Marktes Marktleugast

Nach der Ehrung stellten sich die Geehrten zusammen mit den Ehrengästen der Kamera. Unser Bild zeigt (von links) Luisa Haas, Antonia Haas, Bezirkstagspräsidenten und Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm, Kerstin Schramm, Ute Schott, Carolin Haas, Landrat Klaus Peter Söllner, Oswald Purucker, Susanne Purucker, Georg Schramm, Dragica Herold, Bürgermeister Franz Uome, Pfarrer Pater Adrian Manderla, Pfarrerin Susanne Sahlmann und Landtagsabgeordnete Inge Aures.

Sehr gut besucht war der 6. Jahres- und Ehrenamtsempfang des Marktes Marktleugast, zu dem Erster Bürgermeister Franz Uome ins Sportheim des FC Marktleugast eingeladen hatte. "Ich darf Sie im Sportheim des 1. FC Marktleugast herzlich willkommen heißen und freue mich, dass so viele Gäste unserer Einladung gefolgt sind", sagte das Gemeindeoberhaupt und bedankte sich bei allen Bürgerinnen und Bürger, die sich in selbstloser, ehrenamtlicher Weise in der Kommune engagiert haben. Er sehe diese Einsatzbereitschaft als hervorragendes Qualitätsmerkmal des Gemeinwesens an und so konnte viel erreicht werden. Die Verantwortlichen könnten mit Fug und Recht heute behaupten, dass man vieles von dem, was man sich vorgenommen hatte, umgesetzt worden ist. "Die Marktgemeinde stehe aber nach wie vor vor gewaltigen Herausforderungen. Das bekommen Sie, unsere Bürger hautnah vor Ort mit", sagte Uome.

Der Bürgermeister bedankte sich bereits eingangs bei allen, die daran mitarbeiten, die Marktgemeinde lebens- und liebenswert zu gestalten. Lob zollte der Redner allen, die sich auf caritativem, sportlichem und kulturellem Gebiet in Kirchen, Vereinen, Verbänden, Institutionen und Initiativen beruflich oder ehrenamtlich engagieren. Ein Wort des Dankes richtete Franz Uome auch an die Verantwortlichen der Schule, des Kindergartens und die gesamte Bevölkerung. Nicht zuletzt zollte er den Gemeinderäten und Mitarbeitern in Verwaltung und Bauhof ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit. Kurzum, alle setzten sich für ihre Heimatgemeinde ein.

Durch eine solide, ausgewogene Haushaltspolitik wurde die finanzielle Leistungsfähigkeit weiter stabilisiert. Der Markt Marktleugast wurde mit weiteren 750.000 Euro Stabilisierungshilfen berücksichtigt, wofür sich der Bürgermeister herzlich beim Land Bayern bedankte. Seit 2014 habe Marktleugast insgesamt 2,05 Millionen Euro erhalten. Auch die Einnahmen aus den gemeindlichen Steuern entwickelten sich weiter positiv. Rückläufig ist zudem die Verschuldung, die mit nun 1,65 Millionen Euro mehr als halbiert wurde. Dadurch reduzierten sich auch die zu zahlenden Darlehnszinsen von 120.157 Euro im Jahr 2013 auf 29.650 Euro im Jahr 2019. So habe der Markt mehr Spielraum für notwendige Investitionen im Pflichtaufgabenbereich und natürlich auch für freiwillige Leistungen.

Geschafft ist endlich mit einer Druckleitung und einem Kostenaufwand von 1,4 Millionen Euro der Anschluss der Kläranlage Neuensorg an das bestehende Klärwerk in Marienweiher. Franz Uome zeigte sich zuversichtlich, dass die Gemeinde im Rahmen der RZWas dafür noch eine Nachförderung von ca. 850.000 Euro in diesem Jahr erhält. Er versprach in diesem Zusammenhang, dass die Abwassergebühren, die 2020 wieder zur Neukalkulation anstehen, ab 2021 auf jeden Fall sinken werden.

Viele Projekte und Baumaßnahmen konnten begonnen bzw. zum Abschluss gebracht werden, wie die Straßenbeleuchtung auf sparsame LED-Technik. Auf einem guten Weg ist die Internetversorgung mit der Fertigstellung voraussichtlich Ende 2021. Im Rahmen des Förderprogramms Nordostbayern wurde das Gelände am Floriansplatz neu gestaltet. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 350.000 Euro, wobei die förderfähigen Kosten mit 90 Prozent bezuschusst wurden. Der Neubau der Straße ging zu Lasten der Gemeinde. Fertiggestellt ist der Neubau des Feuerwehrstellplatzes mit Dorfgemeinschaftshaus und Außenanlagen in Steinbach. Die Freiwillige Feuerwehr Marktleugast erhält im Juli/August diesen Jahres für ca. 400.000 Euro ein neues Tanklöschfahrzeug und die Mannsflurer Wehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug für ca. 90.000 Euro. Abgeschlossen ist die Sanierung der Hausmülldeponie Marienweiher mit Kosten von rund 450.000 Euro, wobei sich der Anteil des Marktes Marktleugast auf ca. 31.000 Euro belief. Mitte Oktober wurde das neue Salzsilo mit einem Fassungsvermögen von 120 Tonnen geliefert. Die Kosten von 46.000 Euro tragen Grafengehaig und Marktleugast je zur Hälfte. In die Sanierung der Tiefbrunnen III und Trinkwasserversorgung wurden in den vergangenen drei Jahren rund 700.000 Euro investiert. Nach dem Abriss des Pezoldshauses entsteht in einer Bauzeit von zwei Jahren auf diesem Gelände der Neubau einer Arztpraxis mit Begegnungszentrum.

Zudem wurden in 2019 viele sonstige Arbeiten und Anschaffungen getätigt. Dazu zählen die Einweihung der Gedenkstätte für Sternenkinder und der anonymen Grabstätte im Friedhof Marktleugast sowie Urnenstelen auf dem Gottesacker in Hohenberg. In der Kirchenallee Hohenberg waren 14 Kastanien zu fällen und dafür neue Bäume zu pflanzen. Der Marktleugaster Bauhof bekam ein Hansa-Mehrzweckfahrzeug sowie einen Pritschenwagen und Unimog. Sehen lassen und in einem Topzustand sind die Spielplätze.

An Festveranstaltungen und besonderen Anlässen streifte Bürgermeister Franz Uome das 33. Josefskonzert des Musikvereines Marktleugast, die erste Vernissage zur Fotoausstellung im Verwaltungsgebäude, den erstmalig im LQN-Gebiet stattfindenden Frankenwald Wandermarathon und das 10. Klosterspitzenfestival vor dem Wallfahrerhaus in Marienweiher. Gut besucht war das 32. Straßenfest mit Open-Air-Festival am Freitag und böhmisch-fränkischen Abend des Musikvereins am Samstag. Guten Anklang fand die 3. Ausbildungsmesse in der Dreifachsporthalle. Gefeiert wurden das 175-jährige Betriebsjubiläum der Firma Theodor Löffler KG in Ziegelhütte und 30-jährige Bestehen der Firma Rödel-Tücher am Standort Marienweiher. Der Ferienhof Kosertal wurde von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft als DKG-Ferienhof des Jahres 2019 ausgezeichnet. In der Umgestaltung befindet sich der Spielplatz und Yogagarten des Katholischen Kindergartens "Arche Noah". Mit dem großen Weihnachtskonzert des Musikvereins, das erstmals in der St. Bartholomäuskirche Marktleugast stattfand, klang das alte Jahr aus.

Vor hat die Marktgemeinde Marktleugast die Neugestaltung der Fläche Hauptstraße 33 in Hohenberg, was mit 90 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung Bamberg gefördert wird. Ein Nachnutzungskonzept und die Gestaltung für das Grundstück Marktleugast, Marktstraße 9, wird nach den Worten des Ersten Bürgermeisters im Einvernehmen mit dem Marktgemeinderat und der Regierung von Oberfranken erstellt. In Auftrag gegeben wurde 2019 eine Machbarkeitsstudie für das Projekt Pilgerzentrum in Marienweiher. Eine Neukonzeption der Bestattungs- und Erinnerungskultur soll auch im Friedhof Marktleugast den neuen Anforderungen angepasst werden. Die Verbindungsstraße nach Hermes ist in einem teilweise schlechten Zustand und soll mit einer neuen Asphaltdecke versehen werden. In die Jahre gekommen ist die Kläranlage in Marienweiher und es sind Sanierungsmaßnahmen notwendig. Realisiert wird der Glasfaseranschluss für die Grund- und Mittelschule. "Und der Rechtsstreit gegen die Firma Zapf, Bayreuth, wegen der Sanierungsmaßnahmen an der Dreifachsporthalle geht in die letzte Runde. Ein weiterer Verhandlungstermin am Landgericht Bayreuth bringt uns hoffentlich den angestrebten Vergleich und damit 650.000 Euro Schadenersatz", schloss Bürgermeister Franz Uome den Vorhabenblock seiner Rede ab.

Ihre Schatten voraus werfen die großen Ereignisse mit dem 75-jährigen Bestehen des SV Marienweiher vom 12. bis 14. Juni 2020, das Kreismusikfest mit Feier des 125-jährigen Jubiläums des Musikvereines Marktleugast vom 18. bis 21. Juni, das 70-jährige Jubiläum des 1. FC Hohenberg vom 17. bis 19. Juli sowie die 110-Jahr-Feier des TV Marktleugast - der Zeitpunkt ist nicht bekannt! - voraus. Franz Uome erbat sich auch in diesem Jahr die Unterstützung und aktive Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger. Nur gemeinsam sei Marktleugast stark, könne Bewährtes erhalten und die Zukunft positiv gestalten.

MdL Inge Aures blickte in ihrem Grußwort auf viele versammelte Ehrenamtliche. 47 Prozent der Bevölkerung engagiere sich gerne ehrenamtlich, darunter 300.000 aktive Feuerwehrleute. Ein weiteres sehr gutes Beispiel sah sie in den 18 Frauen der rührigen Second-Hand-Gruppe Marktleugast um Sabine Müller. Diese habe bereits über 50 Basare in der Schulturnhalle Marktleugast organisiert. Seit mehr als 25 Jahren finde dieser jeweils zwei Mal im Jahr statt und die Frauen hätten in dieser Zeit über 40.000 Euro für das Haus für Kinder "Arche Noah" in Marktleugast und andere wohltätige Zwecke gespendet. Sie bedankte sich auch bei Oswald Purucker, der sich sehr aktiv in vielen Bereichen gerne engagiere.

Landrat Klaus Peter Söllner bedankte sich beim Marktleugaster Bürgermeister Franz Uome, der zu Recht die Leistungen der Ehrenamtlichen alljährlich mit diesem Jahres- und Ehrenamtsempfang herausstelle. Weit über 50 Prozent der Bevölkerung des Landkreises sei ehrenamtlich tätig. Dabei stellte er neben den Feuerwehraktiven auch das Bayerische Rote Kreuz sowie Technische Hilfswerk in den Fokus. Das Jahr 2019 sei ein sehr erfolgreiches für Marktleugast und den Landkreis Kulmbach gewesen. Von den Stabilisierungshilfen hätten viele Kommunen profitiert, die ohne eigenes Verschulden in Finanznot geraten sind. Gut sei in der Oberlandgemeinde die Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung. Söllner freute sich, dass die "Altfälle" Wonsees und Marktleugast im Rahmen der RZWas noch eine hohe Nachförderung im Rahmen der Abwasserentsorgung erhalten. Mit den Worten "Wir sind aufgerufen unsere Chancen zu nutzen!" bedankte sich Söllner auch im Namen seiner anwesenden drei Stellvertreter Christina Flauder, Jörg Kunstmann und Dieter Schaar für die geleistete Arbeit in und für die Bevölkerung.

"Eine Gemeinde muss zusammenhelfen", betonte auch Bezirkstagspräsident und Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm. Franz Uome habe eine Erfolgsbilanz vorgetragen. Hier im Oberland werde nicht gejammert, sondern dafür gesorgt, die Gemeinde weiter zu bringen. Der Regierungsbezirk Oberfranken sei zuständig den Leuten zu helfen, die diese Hilfen brauchen.

Teammitglieder des Kinderliturgiekreises für ehrenamtlichen Einsatz belohnt

Bürgermeister Franz Uome bedankte sich beim Jahres- und Ehrenamtsempfang bei allen Teammitgliedern des Kinderliturgiekreises ganz herzlich mit einer Ehrengabe für ihr großartiges Engagement und sagte: "Ihr leistet alle herausragende, vorbildliche Arbeit. Ich hoffe sehr, dass Ihr diese wertvolle Arbeit auch zukünftig weiter macht." Beim Empfang im FC-Sportheim waren Ute Schott, Dragica Herold, Erika Schneider, Carolin Haas, Kerstin Schramm, Susanne Purucker, Georg Schramm und Oswald Purucker dabei.

Die bischöfliche Stiftung Bamberg hat für das Ehrenamt den Kinderliturgiekreis der Pfarrei Marienweiher, der seit über 25 Jahren existiert, ausgezeichnet. Oswald Purucker als Gründungsmitglied und Maike Keller als jüngstes Mitglied des Kinderliturgiekreises erhielten aus der Hand des Erzbischofs Dr. Ludwig Schick den Preis für das langjährige Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit. Der Stiftungsrat unterstrich damit die Bedeutung der Arbeit der geehrten Gruppierung. So wurde nicht nur die jahrzehntelange Arbeit, sondern auch die Vielfältigkeit der Aktionen gewürdigt. Neben dem Abhalten von Kindergottesdiensten und den ökumenischen Kinderbibeltagen wurde auch die Kinderkarwoche hervorgehoben. Die Gründung der Jugendband "Alive" wurde dabei ebenso gewürdigt wie die Völker verbindenden Reisen des Kinderliturgieteams nach Italien, Polen und Tschechien. Oswald Purucker bedankte sich im Namen der Mitglieder des Kinderliturgiekreises für die von der Gemeinde erfahrene Ehrung.